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Jul 07 2016

„Herr Woidke, wie wird man eigentlich Ministerpräsident?“

Abschlusspräsentation der Projekte „YouWiPod – Jugendliche gehen in die Wirtschaft“ und „Biografien werden lebendig“ an der Dr. Hugo Rosenthal Oberschule

Datum: Mittwoch, 6. Juli 2016, 8:45 – 9:45 Uhr
Ort: Dr. Hugo Rosenthal Oberschule Berliner Str. 41, 16540 Hohen Neuendorf

Was mache ich nach der Schule? Welche Wege schlagen Menschen ein, worauf blicken sie zurück, wenn sie alt sind und wie wird man eigentlich Ministerpräsident?
Diese und weitere lebenspraktische Fragen stellten sich Schüler*innen der siebten und achten Klasse an der Dr. Hugo Rosenthal Oberschule im Rahmen zweier Projekte. Begleitet und unterstützt wurden sie dabei von ihren Lehrkräften und medien-pädagogischem Fachpersonal von BÜRO BLAU aus Berlin. Die feierliche Abschlusspräsentation fand heute in der Aula der Schule statt. Alle siebten und achten Klassen waren versammelt und bestaunten die Projektergebnisse.

Die siebte Klasse führte das das Projekt YouWiPod durch. YouWiPod steht für Jugend, Wirtschaft und Podcast und beschreibt einen innovativen Ansatz zur Nutzung neuer Medien für die Berufsorientierung. Die Jugendlichen führten innerhalb des Projekts Interviews zu ihren Wunschberufen und bereiteten diese mittels Audioschnitt zu Hörbeiträgen (Podcast-Episoden) auf. Besonderes Highlight: Eine Episode mit dem Ministerpräsidenten Dietmar Woidke. Er stand Schüler*innen Rede und Antwort zu all ihren Fragen. Im Interview erfuhren die Zuhörenden, dass Lebenserfahrung für die Arbeit als Ministerpräsident sehr wichtig ist und dass sich Jugendliche früh für ihre Belange einsetzen sollten – besonders wenn sie eine politische Karriere anstreben.
Die achte Klasse setzte das Projekt Biografien werden lebendig um. Auch sie führten Interviews – allerdings mit Senioren. So traten sie in einen Generationendialog und erhielten zeitgeschichtliche Einblicke. Ihre Ergebnisse bereiteten sie zu Audio-Slideshows (vertonte Diashows) auf.

Schulleiterin Katharina Schlumm wies auf die Wichtigkeit von Berufsorientierung hin und legte ihren Schüler*innen nahe, sich auf der Plattform www.youwipod.de umzuschauen. Dort würde es für jede*n mindestens einen interessanten Beruf geben. Stephanie Blohm war als Vertreterin des Fördermittelgebers vor Ort und lobte das Projekt und die Präsentation der Ergebnisse. Lars und Melissa, die Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke interviewten, waren besonders angetan über seine Offenheit und wie viel Zeit er sich für sie nahm.

Die Projekte dienen der Ausbildung wichtiger ausbildungsrelevanter Schlüssel-qualifikationen, wie Selbstorganisation, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationsfähigkeit und werden im Rahmen der Initiative Sekundarstufe I (INISEK I) vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburgs gefördert.

 

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YouWiPod

Das Projekt „YouWiPod – Jugend, Wirtschaft, Podcast“ wurde seit 2007 an mehr als 25 Schulen mit über 1.300 Schüler*innen der Klassen 7-10 durchgeführt. Das von BÜRO BLAU entwickelte Unterrichtskonzept nutzt das Medium Podcast, um Schüler*innen jugendgerecht Einblicke in die Arbeitswelt und regionale Unternehmenskontakte zu vermitteln. Die teilnehmenden Schüler*innen führen Interviews zu ihren Wunschberufen und bereiten diese mittels Audioschnitt zu radioähnlichen Hörbeiträgen (Podcast-Episoden) auf. Mehr als 600 Episoden zu mindestens 200 Berufen sind mittlerweile unter www.youwipod.de zu finden. Diese innovative Form der Berufsorientierung bietet einen direkten Zugang zu Unternehmen, schult die Medienkompetenz und bespielt ein Portal, auf dem Berufe von Jugendlichen für Jugendliche präsentiert werden.
Generationendialog Biografien werden lebendig

Im Rahmen des Projekts „Biografien werden lebendig“ entwickeln Schüler*innen digitale Tondiashows (Audioslideshows), in denen sie die Biografien ortsansässiger Senior*innen oder themenspezifischer Zeitzeugen recherchieren und vorstellen. Im Fokus der Interviews stehen vor allem Fragestellungen, die an die jugendliche Lebenswelt der teilnehmenden Schüler*innen und deren aktuelle Lebensumfelder anknüpfen. Der Schwerpunkt der Bildrecherche richtet sich auf Fotomaterial aus dem Privatfundus der interviewten Personen oder auf öffentlich zugängliches Material, mit dem das Erzählte passend visualisiert werden kann. So entstehen audiovisuell erzählte Lebens- oder Zeitzeugengeschichten, die es den teilnehmenden Jugendlichen und den Rezipienten des fertigen Produkts ermöglicht, ein Verständnis für ein sich wandelndes Wertegefüge, eine veränderte Alltagskultur oder für spezifische zeitgeschichtliche Sachverhalte zu entwickeln. Die vertonten Diashows präsentieren in ihrer fertigen Form die praktische Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt und machen einen Dialog zwischen den Generationen sichtbar.

 

Der Fördermittelgeber

Dieses Projekt wird im Rahmen der ‚Initiative Sekundarstufe I‘ (INISEK I) vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert. Die ‚Initiative Sekundarstufe I‘ (INISEK I) unterstützt Kooperationsprojekte zwischen Oberschulen, Gesamtschulen sowie Förderschulen „Lernen“ und außerschulischen Partnern, die der Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit und der schulischen Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler
dienen sollen. Ein weiteres Ziel ist der Ausbau und die Verstetigung von Kooperationen zwischen Schule und außerschulischen Akteuren und Einrichtungen.
Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung der Beschäftigung. Er fördert die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt, unterstützt die Menschen beim Zugang zu besseren Arbeitsplätzen und bei der beruflichen Bildung und Qualifizierung. Im Land Brandenburg wird mit den ESF – Förderprogrammen in der Förderperiode 2014 – 2020 das Ziel verfolgt, die Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbessern und Bildung, Fachkräftesicherung und Integration in Arbeit zu fördern. Der ESF trägt so auch zur Armutsbekämpfung und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts bei. Der ESF investiert in Menschen. Er unterstützt Unternehmen und Beschäftigte bei der Qualifizierung und Fachkräftesicherung. Der ESF fördert die Chancengleichheit und den Zugang zu Beschäftigung. Er leistet so einen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Armutsbekämpfung.

 

BÜRO BLAU

BÜRO BLAU – räume. bildung. dialoge. gemeinnützige GmbH steht für langjährige Erfahrung mit Empowerment-, Partizipations- und Dialogprozessen in der Stadt- und Regionalentwicklung. Wir begleiten Menschen in städtischen oder ländlichen Gemeinwesen, eigene Ideen zu entwickeln und Wirklichkeit werden zu lassen. Im Mittelpunkt unserer Unternehmensaktivitäten stehen Dialog-, Lern- und Konfliktlösungsprojekte in Regionen und Stadtteilen, mit Schüler*innen und Unternehmen oder zwischen Politik und Bürgerschaft. Wir widmen uns aktuellen Entwicklungen und gestalten kreative Lösungsansätze mit interessierten Partnern.
Für unser Engagement jugendgerechter Medienpädagogik wurde BÜRO BLAU im Sommer 2009 von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als besonders innovativ und kreativ ausgezeichnet.

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Dorfzeitung

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