Neues Wohnen in alten Gebäuden

Liebe Leser,

Unter dem Motto “Neues Wohnen in alten Gebäuden” stand auch der Niedersächsische Fachtag für Wohnen im Alter in Osterode. Vorgestellt wurden verschiedene Projekte, in denen alte Schulgebäude, Gehöfte oder auch Kirchen saniert wurden, die jetzt durch alternative Wohnformen neu belebt werden und wieder in neuem Glanz erstrahlen können.

Besonders beeindruckt hat mich das vorgestellte Projekt „Hofleben“. Hier hat eine Architektin einen Hof im Landkreis Lüneburg geerbt und ihn mit Hilfe vieler anderer engagierter Menschen wieder zu neuem Leben erweckt. Es wurde ein Verein gegründet, der den Hof jetzt gekauft hat und inzwischen leben 3 Familien mit 5 Kindern hier. Im kommenden Jahr ist die Eröffnung eines Hofladens und einer Pflege- Wohngemeinschaft geplant; auch die Landwirtschaft wurde Anfang des Jahres wieder in Betrieb genommen und bald können sich auch die Menschen in der Umgebung an den Bio-Produkten erfreuen. Eine Hofküche, in der sich die Bewohner des Hofes sowie des Dorfes jederzeit treffen können, soll das Projekt abrunden. Mehr über das Projekt „Hofleben“ können Sie hier erfahren.

Auf diesem Fachtag konnte ich viel darüber lernen, wie solche Projekte ins Leben gerufen werden und worauf man dabei achten muss. In Brandenburg gibt es so etwas nur ganz selten; da ist uns Niedersachsen schon ein weites Stück voraus. Auch mit Fördermitteln für solche Projekte sieht es hier sehr schlecht aus. Trotzdem und auch gerade deshalb möchte ich ein solches Projekt ins Leben rufen; gesucht wird dafür ein passendes Gebäude im Bereich Oberhavel (siehe auch Aufruf im Anhang). Auch andere Interessierte, Träger, etc. sind eingeladen, sich mit einzubringen.

Schließlich ist die gegenwärtige Wohnsituation für ältere Menschen in Brandenburg mehr als verbesserungswürdig; denn zum einen gibt es hier wenige Alternativen zum Pflegeheim und zum anderen reichen selbst dort die Plätze meist nicht aus; die Senioren müssen dann weiter von ihrer Heimat fort ziehen, als es ihnen lieb ist. Zudem gibt es viele große, alte Gebäude und Gehöfte, auf denen eine ältere Person lebt, die diese gar nicht mehr betreiben kann und meist nur noch wenige Räume bewohnt – Objekte, die sich sehr gut für dieses Vorhaben eignen würden.

Die Idee ist es, eine ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaft für Senioren einzurichten. Das bedeutet, dass ca. 8-12 Senioren sich eine Wohnung teilen; jeder davon hat ein eigenes Zimmer und es gibt einen großen Gemeinschaftsraum, in dem man gemütlich zusammen sitzen, spielen und essen kann. Essen und Getränke werden geliefert und eine Hauswirtschaftskraft kümmert sich um die Wäsche, reinigt die Zimmer und kocht für die Bewohner. Zusätzlich kümmert sich ein ambulanter Pflegedienst täglich um die Senioren.

In einer Zeit, in der ältere Menschen immer öfter Gefahr laufen, im Alter zu Hause zu vereinsamen, ist dies eine gute Alternative, um seinen Lebensabend in Gesellschaft zu verbringen, ohne gleich in ein Pflegeheim zu ziehen.

Falls Sie also selber ein geeignetes Objekt besitzen oder jemanden kennen, der daran interessiert wäre, melden Sie sich bitte bei mir. Auch bei sonstigen Fragen zu Pflege-Wohngemeinschaften oder dem Projekt rufen Sie mich gerne an unter 030 – 530 466 23.

Ihre Anna Maria Heinze

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