Nov 09 2016

Berliner Wildpferde 2017

Titel                           Berliner Wildpferde 2017
Inhalt                         12 Fotos, vierfarbig
Motive                        Konikherde im Naturpark Barnim bei Berlin
Kalendarium              2017
Format                       DIN A4
Herausgeber              Konikfreunde Berlin
Erscheinungsdatum   21. November 2016
Fotos und Expertise   Axel Lüssow
Organisation              Bernd Barnim
Gestaltung                 bureau brut
Druck                         viaprinto
Preis                          12 Euro
Versand                     kostenfrei innerhalb Deutschlands
Bezug über                konikfreundeberlin@gmail.com
Web                           http://www.facebook.de/konikfreundeberlin
Bildmaterial               http://bit.ly/2f6xlIL

Die Erlöse werden gespendet an PROVIEH Respekt vor dem Pferd. Die Fotos wurden
kostenfrei zur Verfügung gestellt und ihre Publikation vom Forstamt Pankow genehmigt.

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Berliner Wildpferde 2017
Hintergrund-Informationen

Wildpferd-Herden vor weitläufigen Landschaften, und das in Deutschland, direkt an der Stadtgrenze der Millionen-Metropole Berlin – kann es das denn geben?

Ja, lautet die Antwort. Die Besucher der Rieselfelder und lichten Eichenmischwälder bei Berlin Buch können bei ihren Spaziergängen auf grasende Wildpferd-Herden treffen. Es handelt sich um Koniks, eine osteuropäische Ponyrasse, deren helles Fell und dunkle Mähnen sich auf schöne Weise mit den Farbtönen der Landschaft vermählen. Sie sind Teil des Waldweideprojekts Rieselfeldlandschaft Hobrechtsfelde. Hinter dem jüngst ausgelaufenen Projekt stehen das Bundesamt für Naturschutz, der Naturpark Barnim und die Berliner Forsten. Die Betreuung der Weidetiere und Zaunanlagen obliegt der Agrar GmbH Gut Hobrechtsfelde, einem in der extensiven Weidelandhaltung bekannten Akteur mit Stammsitz im Thüringischen Crawinkel.

Das ursprüngliche europäische Wildpferd, der Tarpan, wurde vor etwa 200 Jahren durch Jagd ausgerottet, ein weiterer Grund für sein Verschwinden mag gewesen sein, dass die Tiere die Landwirtschaft beeinträchtigten. Für die Rückzüchtung des ausgestorbenen Wildpferdes, den genannten Konik (polnisch für Pferdchen) gilt das Gegenteil: Sie verschaffen den Landwirten Prämien und betreiben Landschaftspflege, indem sie halboffene Lebensräume erhalten. Das Pferd erscheint hier als Naturschützer, denn viele andere Arten sind auf die kleinteiligen Flächen-Mosaike angewiesen, welche ursprünglich durch freilaufende Großsäuger geschaffen und erhalten worden sind. Dass die Weidelandhaltung sowohl die Qualität der Naherholung wie den Naturschutz befördert, wurde durch eine wissenschaftliche Begleitstudie der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde deutlich bestätigt.

Doch die Zukunft der Herden ist nicht gesichert, die Anzahl der Tiere wurde immer weiter reduziert. Aktuell ist unklar, ob die Pferde weiterhin in artgerechten Herden mit mehreren Generationen gehalten werden. Eine Handvoll Enthusiasten hat sich zusammengetan, um den Bestand der Rinder- und Pferdeherden im Nordosten Berlins zu erhalten und die Schönheit dieser Tiere mit anderen Besuchern zu teilen.
Das erste Ergebnis dieser Initiative ist der Kalender Berliner Wildpferde 2017.

Nur in einer stabilen und intakten Herde können die frei lebenden Robustpferde ihre sozialen Interaktionen wie Schutz und Führung der Herde durch Leithengst und Leitstute im Generationenverbund ungestört ausüben. Dies zeigt sich auch den Besuchern aus der Stadt, die die seltene Gelegenheit haben, das Verhalten der Wildpferde in einer beinahe natürlichen Atmosphäre zu beobachten – eine Erfahrung, die auch für Schulklassen von großem Nutzen sein kann.

Wichtig ist uns, dass die Herden die notwendige Betreuung erhalten. Da die Veterinärämter der Aufgabe personell kaum gewachsen sind, ist ein Ziel der Konikfreunde, eine Routine mit freiwilligen Kontrollgängern ins Leben zu rufen, um kranke oder verletzte Tiere gegebenenfalls zu melden.

Spread the world: Your Pony needs you!

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