Felix Schönebeck fordert Verbesserungen bei der Entschädigung von BVG-Kunden für Ausfälle und Verspätungen

Verspätungen und Ausfälle von Bussen und U-Bahnen der BVG sind vielerorts in Berlin ein großes, nicht enden wollendes Ärgernis. Manchmal sind Verkehrsunfälle, Staus, Umleitungen oder Baustellen die Ursache dafür. Immer häufiger sind aber auch Fahrzeug- und Personalmangel für die Unpünktlichkeit verantwortlich, wie die BVG selbst immer öfter einräumt.
Immerhin: Die BVG gewährt ihren Fahrgästen ab einer Verspätung von mehr als zwanzig Minuten eine Entschädigung, sofern sie die Umstände dafür zu vertreten hat. Für Fahrgäste mit Einzelfahrscheinen oder Tagestickets gibt es einen Gratis-Fahrschein. Für Abo-Kunden werden diese Gratis-Fahrscheine in Zahlung genommen bzw. werden entsprechende Abbuchungsermäßigungen eingeräumt. Der Weg dorthin sei jedoch für die Kunden sehr kompliziert und beschwerlich, kritisiert der Reinickendorfer Politiker Felix Schönebeck.
„Dass die BVG dem zahlenden Kunden eine Entschädigung für die Nichterbringung der Gegenleistung gewährt ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Dass man aber für jeden einzelnen Fall ein Formular ausdrucken, ausfüllen und abschicken soll, ist keinesfalls hinnehmbar. Hier muss unverzüglich ein Online-Formular für auf der Strecke gebliebene Kunden zur Verfügung gestellt werden. Bei der hohen Zahl an Verspätungen und Ausfällen in diesem Jahr muss die BVG außerdem darüber nachdenken, wie man den Kunden pauschal eine angemessene Entschädigung für diese ganzen Unannehmlichkeiten gewährt“, erklärt Schönebeck.
In anderen Bundesländern ist die Entschädigung für Ausfälle und Verspätungen tatsächlich kundenfreundlicher geregelt und vor allem unkompliziert zu beantragen. Im Verkehrsverbund Rhein-Main (RMV) gibt es beispielsweise eine Entschädigung bereits ab einer Verspätung von 10 Minuten. Die Antragstellung kann hier problemlos online erfolgen. Damit dies in Zukunft auch in der Hauptstadt möglich ist will Schönebeck eine entsprechende politische Initiative über das Rathaus Reinickendorf in Richtung Senat starten. So sollen BVG und Senat dazu bewegt werden, die Entschädigung von BVG-Kunden für Ausfälle und Verspätungen grundlegend zu verbessern.

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