Internationaler Tag zur Abschaffung von Tierversuchen – Statement von PETA

Berlin / Stuttgart, 24. April 2018 – Heute ist der Internationale Tag zur Abschaffung von Tierversuchen. Dazu kommentiert Dr. Christopher Faßbender, wissenschaftlicher Berater zu Tierversuchen und Alternativmethoden bei PETA und Mitarbeiter des PETA International Science Consortium:

„An diesem Tag gedenken wir der Millionen Tiere, die alleine in Deutschland jedes Jahr in grausamen und tödlichen Versuchen eingesetzt werden. Sie fühlen Schmerz und Angst wie wir. Da sich Arten aber biologisch unterscheiden, ist die Übertragung der Ergebnisse von Tieren auf den Menschen ein Glücksspiel. Ein abschreckendes Beispiel ist ein Versuch am Deutschen Primatenzentrum in Göttingen: Weibliche Weißbüschelaffen wurden mit Gonorrhoe infiziert und in der Mitte der Schwangerschaft wurde ihnen die Gebärmutter entfernt. Dann wurden die Effekte der Krankheit der Mutter auf die Gehirnentwicklung der getöteten, ungeborenen Föten untersucht.

Viele Versuche werden schlicht aus Neugier durchgeführt, so z. B. in folgendem Fall: In einer Studie eines neurowissenschaftlichen Forschungsinstituts in Bonn, das mit der Max-Planck-Gesellschaft verbunden ist, wurden männlichen Ratten Cholera-Toxin bzw. Tollwuterreger ins Gesicht injiziert, um zu untersuchen, welche Nervenzellen welche Schnurrhaare steuern. Letztlich wurden die Ratten getötet und ihre Gewebe studiert.

Wir müssen unser Vertrauen in Tierversuche überdenken und uns für die Entwicklung und Förderung von humanen und für den Menschen relevanten Techniken einsetzen. Indem Tierversuche beendet werden und mehr in Technologien wie dreidimensionale Hautmodelle, Organe-auf-Chips und hochmoderne Computermodelle investiert wird, kann Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen und Anerkennung für seinen Einsatz für tierfreie Forschungsmethoden ernten, die auch den Menschen nützen.“

Weitere Informationen:

PETA.de/Tierversuche

 

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