Jan 04 2018

Kampf gegen den illegalen Welpenhandel

Gemeinsam mit dem Tierschützer Stefan Klippstein hat der CDU-Bezirksverordnete Björn Wohlert Maßnahmen gegen den illegalen Welpenhandel in Reinickendorf angestoßen. Unter anderem am S+U-Bahnhof Wittenau floriert der Handel. Der Hund auf dem Bild konnte vor einigen Jahren in Tegel als Welpe gerettet werden. Bild: Sonja Hartmann

Der Wittenauer Bezirksverordnete und CDU-Ortsvorsitzende Björn Wohlert setzt sich gemeinsam mit dem Tierschützer Stefan Klippstein für die Bekämpfung des illegalen Welpenhandels in Reinickendorf ein. Dazu sollte der Senat ein bezirksübergreifendes Meldesystem, das die Veterinär- und Ordnungsämter mit den Polizeidienststellen vernetzt und die Welpenhändler in eine gemeinsame Datenbank einträgt und erfasst, geschaffen werden. Ein entsprechender Antrag wurde im Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf bei Enthaltung der Grünen beschlossen.

„Wenn die Händler im Wedding erwischt werden, verlegen sie den Verkauf regelmäßig um ein paar Hundert Meter nach Reinickendorf. Ohne ein bezirksübergreifendes Meldesystem kann eine wirksame Kontrolle in den einzelnen Bezirken und eine nachhaltige Bekämpfung des illegalen Welpenhandels in Berlin nicht erfolgen“, begründet der Bezirksverordnete Björn Wohlert den Lösungsansatz.
Björn Wohlert begrüßt zudem, dass der Reinickendorfer Ordnungsstadtrat Sebastian Maack den BVV-Antrag und seine schriftliche Anfrage sowie Gespräche mit Stefan Klippstein zum Anlass nimmt, künftig noch konsequenter gegen den illegalen Welpenhandel in Reinickendorf vorzugehen. So soll der Austausch mit anderen Bezirken in Stadträte-Sitzungen intensiviert sowie Handelsverbote und Bußgelder verhängt werden und gemeinsame Aktionen des Veterinäramtes, der Polizei und Testkäufern stattfinden.
Hintergrundinformationen:
Gerade in sozial schwächeren Gegenden floriert der Handel mit den meist in Osteuropa unter grausamen, tierschutzwidrigen Umständen in Hinterhöfen (sog. „Welpenfabriken“) gezüchteten und dann über die Berliner „Hundemafia“ illegal eingeführten Welpen. In Reinickendorf betroffen sind vor allem die Ortsteile Wittenau, Märkisches Viertel und Reinickendorf an der Grenze zum Wedding. Wöchentlich werden in Berlin, meist über eBay Kleinanzeigen, um die 250 Tiere illegal verkauft. Unseriöse Händler sind zum Beispiel am niedrigen Preis zu erkennen, ein Rassehund würde beim seriösen Züchter zwischen 1200 und 1500 Euro kosten. Weitere Hinweise sind, wenn der Anbieter keine Fragen zur zukünftigen Haltung des Tieres und zur Eignung des Halters stellt und das Treffen zur Kaufabwicklung an einem öffentlichen Ort, zum Beispiel einem U-Bahnhof oder Parkplatz, stattfindet. 

Weitere Informationen zu Indizien für den illegalen Welpenhandel und zur rechtlichen Situation finden Sie hier: https://www.bmel.de/DE/Tier/TierhandelTransport/_Texte/Illegaler-Welpenhandel.html

 

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email wird nicht veröffentlicht und dient nur für eventuelle Rückfragen.