Leserbrief: Noch keine 10 Stunden in Berlin

Ich bin noch keine 10 Stunden in Berlin. Ich war zwischendurch in Friedenau aber in R Ost, hätte ich schon mehrmals heulen mögen heute. Neben dem Üblichen habe ich mit den Fußgängern und Radfahrern (eigentlich hatten die meisten die Radwege gleich nebenan) Rechts vor Links geübt, das scheinen die R Ostler gar nicht zu lernen. Es wird irgendwie irgendwo gelatscht, auch zu dritt nebeneinander. Diesmal bin ich nicht ausgewichen, sondern habe stur meine Position inne behalten.

Nächstes Mal sollte ich dazu eine Kamera auf dem Kopf tragen, damit ihr mit mir lachen und weinen könnt, dann habe ich bei diesem Kinderspielplatz gestaunt es wurde sage und schreibe ein neues Schild aufgestellt, mit Benimm-Regeln aber das Unkraut wuchert nach wie vor, die Bänke haben teilweise immer noch keine Lehnen, der Sand wurde nicht ausgetauscht, die Ränder sind teilweise recht hoch, die Schaukel hat keine Schaukelbretter aber immerhin! Ein Schild mit Benimm-Regeln gibt es jetzt, vielleicht halten sich ja Eltern und Jugendliche dran. Den Hundehaltern möchte man die Hunde größtenteils wegnehmen, ohne Respekt vor der Würde des Lebewesens, ohne Sachkenntnis werden die Hunde hinter sich hergezogen oder laufen kreuz und quer an Flexi-Leinen und werden ohne erzogen zu sein, ohne Blick- und Stimmenkontakt einfach kurz gezerrt mittels Knopfdruck. Eigentlich hält man sich doch einen Hund, weil man eine Aufgabe für ihn hat oder sich ausgiebig mit ihm beschäftigen möchte. Eine (vermutlich) Türkenhochzeit fuhr laut hupend die Straßen entlang so mancher Fahrer von mittelgroßen Autos musste unendlich laut Gas geben und zur nächsten roten Ampel rasen, dabei wollte ich das doch alles gar nicht mehr wahrnehmen und mich nicht aufregen. Wieder ein Tag, an dem ich mein mir gesetztes Ziel nicht erreicht habe. LG, Sibylle

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