Schon wieder Spitzenreiter: Warum jetzt neben Schulschwänzern und Unterrichtsausfall auch noch Straftaten?

Die FDP-Fraktion Reinickendorf nimmt mit Sorge die steigende Zahl von Straftaten an Schulen wahr . Nachdem Reinickendorf bereits bei Schulschwänzern und Unterrichtsausfall zu den Spitzenreitern gehört, belegt der Bezirk nun auch einen der vordersten Plätze bei Straftaten an Schulen.

Mieke SENFTLEBEN, Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion erklärt: „Irgendwas läuft falsch. Reinickendorf belegt den dritten Platz mit insgesamt 529 registrierten Straftaten im Jahr 2017. Das ist ein Anstieg um 32,9% im Vergleich zum Vorjahr. Bei diesen Zahlen ist es verständlich, dass Schulleiter und Eltern entsetzt sind“.

Sie fordert mehr Weitsicht und eine umfassendere Betrachtung der Situation. „Es reicht nicht nur die einzelne Schule zu betrachten, an der eine Straftat passiert. Wichtig ist es sich zu fragen, in welchem Umfeld sich die Schule befindet und wie dieses Umfeld auf die Gewalt an Schulen einwirkt. Das Märkische Viertel sticht in der Statistik zwischen allen anderen Ortsteilen heraus. Die Vermutung liegt nahe, dass Spannungen im Umfeld auch Spannungen in den Schulen verursachen. Eine Entspannung des Umfeldes könnte also effektiv zur Problemlösung beitragen. Bei einem gemeldeten Gewaltvorfall an einer Schule sollte die Polizei temporär vor Ort sein, um Schule und Umfeld im Auge zu behalten“, erklärt SENFTLEBEN.

Abschließend führt SENFTLEBEN an: „Ziel muss ein hoher Grad an Transparenz sein der dann erreicht wird, wenn jeder Vorfall von der jeweiligen Schule unverzüglich gemeldet wird. Transparenz muss sich jedoch auch auf die Veröffentlichung von Daten erstrecken. Es ist erschreckend, dass der Berliner Senat fast ein Jahr lang keine Übersicht über die Gewaltzahlen an einzelnen Schulen gegeben hat“.

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