Stauf´s Kolumne Dezember 2018

Liebe Leser, die Welt ist in diesem Jahr nicht ruhiger geworden, ganz im Gegenteil. Auf den Punkt gebracht sieht es so aus: Global steuern wir auf eine Neuauflage des kalten Krieges hin und innenpolitisch haben bei zwei Landtagswahlen Erdrutsche stattgefunden. Und es sind mittlerweile Äußerungen „salonfähig“ geworden, wie sie nur noch unsere Altforderungen aus dunkelster Vergangenheit kennen. Was ist nur los in unserer Gesellschaft? Der Hass und Frust kann doch nicht wirklich nur daher rühren, dass führende Politiker als Volksvertreter, die sie doch sein sollten, sich auf die Seite betrügerischer Autohersteller stellen und gerechten Schadenersatz für übers Ohr gehauene Dieselautobesitzer durch alle möglichen Tricks zu vermeiden versuchen? Oder sind es die immer mehr steigenden Mieten, die die Mieter schon jetzt auf die Straße treiben? An den Migranten, insbesondere den Flüchtlingen, die sich größtenteils immer mehr in den Arbeitsmarkt integrieren, dürfte und müsste es auch nicht liegen.
Stehen wir nun vor einem gesellschaftlichen nicht mehr zu kittenden Scherbenhaufen?
Wenn bei Problemen im Großen wie auch im Kleinen auf gleicher Augenhöhe miteinander darüber gesprochen würde, wenn man ehrlich an einer gerechten Konfliktlösung interessiert und auch bereit wäre, Schuld einzugestehen, wenn man sich einem Gespräch nicht verweigerte, so wie es im nachbarschaftlichen Verhältnis mitunter der Fall ist, dann müssten wir es doch schaffen, diese Gesellschaft lebenswerter zu gestalten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Leser, eine besinnliche Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr 2019. Bleiben Sie der Dorfzeitung und bleiben Sie mir gewogen.
Herzlichst
IHR
Ulrich Stauf

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