Stauf´s Kolumne Februar 2019

Es ist heute Mode geworden, über Behörden zu schimpfen, insbesondere, wenn es um die Migrantenproblematik und Abschiebungen geht. Auch wenn so manche Kritik wirklich berechtigt ist, kann ich doch von einem sehr positiven Fall berichten, bei dem ich selbst monatelang im Hintergrund mitgewirkt habe:

Eine Bekannte aus Bonn hatte 2015 In Dhaka einen Bengalen geheiratet und sämtliche Versuche, ihn nach Deutschland zu bekommen, schlugen mit der Begründung fehl, dass die Behörden davon ausgingen, dass es sich um eine Scheinehe handeln würde. Schließlich hatte sie Berufung gegen die negative Entscheidung des Verwaltungsgerichts eingelegt. Diese aber wurde vom Gericht wegen Überlastung nicht bearbeitet und lag dort schon seit über einem Jahr. Nun kamen wir auf die Idee, wenn sie noch einmal nach Bangladesch fliegen würde, sollte sie mit ihrem Ehemann Nazim in die Botschaft – sozusagen in die Höhle des Löwen gehen – und dort vorsprechen, dass beide immer noch (!) eine gemeinsame Ehe führen wollen. Durch glückliche Umstände gelangte sie an die Konsulatssekretärin Ines Dworschak-Borg, die das verstand und sie und ihren Mann sehr wohlwollend in dem ganzen Prozess des Neuantrages auf Familienzusammenführung begleitete, der letztlich noch im Dezember in der Erteilung des ersehnten Visums endete. Vielen Dank Frau Dworschak-Borg und ebenfalls vielen Dank an Herrn Schmidt von der Ausländerbehörde Bonn.  Es gibt offensichtlich doch Menschlichkeit in unseren „Amtsstuben“.

Herzlichst

IHR Ulrich Stauf

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