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Jun 27 2016

Stauf´s Kolumne Juli 2016

Wenn die einen über die anderen nicht bestimmen können, dann geht es den einen nicht gut. So hat man unweigerlich den Eindruck, wenn es um Politik geht. Aber, liebe Leser, glauben Sie bloß nicht, dass das nur dort gilt.  Waren Sie mal in der letzten Zeit mit Ihrem Fahrzeug bei Lidl in Tegel einkaufen? Der Kunde sollte doch eigentlich König sein, so ein altes und immer noch gültiges Sprichwort. Das ist er im Geschäft wohl auch, aber vom Parkplatz bis dahin wird ihm deutlich vor Augen gehalten, wer Chef im Hause ist. Lidl hat die Firma PRS Parkraumservice GmbH mit der Verwaltung seines Parkplatzes beauftragt, und diese stellt durch etliche Schilder unübersehbar und durch die Rechtsprechung des BGH gedeckt klar, dass sie dort das Sagen hat. Dass Lidl als Eigentümer für die Benutzung seiner Parkfläche bestimmte Regeln aufstellen darf, leuchtet wohl jedem ein. Aber hier geht es nach meinem Verständnis doch zu weit: Wer ohne Parkscheibe parkt oder die Parkzeit von einer Stunde überschreitet, zahlt 15 EUR, Parken auf Behindertenstellplätzen ohne Ausweis kostet 25 EUR und Parken außerhalb markierter Stellplätze 30 EUR. Auch wenn gegen die Forderungen nach Einhaltung aller drei genannten Bestimmungen im Grunde nichts zu sagen ist, fühle ich mich durch das massive Vorhalten dieser Regelungen mit „Bußgeldern“, die höher als im öffentlichen Straßenverkehr sind, so, als ob ich laufend dagegen verstoßen wollte, brüskiert. So geht man bitte nicht mit Kunden um!
Und dann noch etwas. Erlaubt ist nur das Parken von PKWs. Auch einsichtig, denn wer möchte schon im Zickzack um abgestellte 7,5 Tonner herumkurven, um vielleicht noch einen freien Platz zu ergattern. Was man bei dem „ParkraumService“ aber nicht berücksichtigt hat, ist die Tatsache, dass etliche Fahrzeuge in der Größe eines PKWs auch als LKW zugelassen sind, Beispiel VW-Transporter, früher auch „Bulli“ genannt. Die dürfen dann da nicht parken. Diese Kunden, meist sind es Handwerker oder kleine Gewerbetreibende, braucht man nicht, oder wie? Ein bisschen weniger „von-oben-herab“  gepaart mit dem Einsatz des gesunden Menschenverstandes wäre wirklich mehr.
Herzlichst IHR Ulrich Stauf

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Dorfzeitung

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