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Mrz 02 2017

Stauf´s Kolumne März 2017

Es ist doch schon erstaunlich, warum wir Menschen bereit sind, Gewalt anzuwenden. Generell zunächst einmal dann, wenn wir selbst oder uns nahestehende Personen an Leib, Leben und Gesundheit bedroht ,  in „Beschlag“ genommen werden oder wenn uns etwas weggenommen wird. Mit anderen Worten, wenn wir eklatante Ungerechtigkeiten erfahren. Das wird von der Gesellschaft im Großen und Ganzen auch toleriert.  Hingegen Gewalt in Beziehungen, meist sind es Eifersuchtsdramen, nicht, weil es gesellschaftlicher Konsens ist,  dass es keinen Besitz an Menschen gibt und  jeder Mensch einen freien Willen hat. Gewalt kann auch angeordnet werden, wenn Politiker aus reinen Machtgelüsten heraus mal wieder meinen, einen Krieg vom Zaun brechen zu müssen. Meist ist es dann so, dass zu den Waffen gerufen wird und die allermeisten Untertanen diesem Ruf auch folgen, mehr oder weniger getreu nach dem Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“ Und dann gibt es noch einen weiteren „Grund“, der für die Anwendung von Gewalt herhalten muss: Die Verteidigung der eigenen Meinung, der Vorstellung oder des Glaubens. „Willst du nicht mein Bruder sein, schlage ich dir die Fresse ein!“  Das kennen wir aus der Politik speziell aus der Weimarer Zeit, als sich Nazis mit den Kommunisten Straßenschlachten lieferten.  Eine wirkliche Notlage, Gewalt anzuwenden, bestand bzw. besteht nicht. Auch nicht in Glaubensfragen, weder bei den Kreuzzügen in der Vergangenheit, noch heute beim so genannten „Islamischen Staat“ und bei den anderen islamistischen Organisationen. Wieso lassen wir Menschen uns allein nur durch Hass zu den schlimmsten Verbrechen verleiten? Wieso ist es einigen Gläubigen nicht gleich, was andere glauben? Vielleicht beinhaltet diese Einstellung sogar eine positive Grundhaltung, andere Menschen vom dem vermeintlich einzigen richtigen Weg zu überzeugen und nach der eigenen Vorstellung auch zu retten, aber muss es denn unbedingt mit Gewalt sein? Diesen Wahnsinn können dann nur noch Nazis steigern, die Menschen jagen und Flüchtlingsunterkünfte ohne menschliche Regungen in Brand setzen. Gegen die sind die hirnverbrannten Hooligans die reinsten Waisenknaben.  Kann es sein, dass wir Menschen so ein ganz kleines Gewaltproblem haben, dass ich hier nur angerissen habe? Herzlichst IHR  Ulrich Stauf

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Dorfzeitung

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